PRO BAHN NRW e.V.


Essen: Stadtbahn-Verlängerung nach Büropark Bredeney vorantreiben
Konzept für Süd-West-Knotenpunkt entwickeln
Stadtbahn-Verlängerung nach Büropark Bredeney vorantreiben, Konzept für Süd-West-Knotenpunkt entwickeln

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die Initiative der Essener Politik, die Verlängerung der Stadtbahnlinie U17 Richtung Bredeney zu forcieren. Dies fordert ein Antrag von SPD und CDU im Stadtplanungs-Ausschuss am 20. August. Die Stadtverwaltung hatte vorher die technische Machbarkeit bestätigt, aufgrund der notwendigen Erneuerung der Brücke Sommerburgstraße allerdings vorgeschlagen, bis zum geplanten Ausbau der A52 zu warten, für den die Brücke sowieso erneuert werden müsste. Eine Realisierung ist aber erst in Jahrzehnten zu erwarten, so dass diese Abhängigkeit faktisch die Aufgabe des Projekts bedeutet hätte.

Im Fokus des Antrags steht die Erschließung der südlichen Margarethenhöhe und des Büroparks Bredeney, das mit der neuen Karstadt-Kaufhof-Zentrale im Augenmerk der Politik liegt: "Hier fahren die Busse in den Hauptverkehrszeiten teilweise im 5-Minuten-Takt, um den Anschluss an die U11 zu ermöglichen. Außerhalb der HVZ wird nur ein magerer 20-Minuten-Takt geboten. Die Stadtbahn wird die Erschließung aus Sicht von PRO BAHN massiv verbessern", so der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Dirk Grenz.

Der Antrag schlägt darüber hinaus vor, die U17 bis in das Stadtteilzentrum von Bredeney zu verlängern und so den eher mäßig erschlossenen westlichen Stadtteil um die Meisenburgstraße anzubinden.Das ist für Fahrgäste interessant, hier wäre aus Sicht von PRO BAHN eine Analyse sinnvoll, ob die Fahrzeiten zur Innenstadt attraktiv sind. Alternativ kann eine Verlängerung der Straßenbahn von Bredeney aus in Betracht gezogen werden, da dafür auch keine Hochbahnsteige notwendig sind.

PRO BAHN erinnert auch daran, dass im Nahverkehrsplan ebenfalls eine Verlängerung der Linie U11 betrachtet wurde, die besonders attraktive Verbindungen nach Rüttenscheid, zur Messe und zur Gruga bietet. PRO BAHN fordert daher, ein Gesamtkonzept zu entwickeln, das ausgehend von der aktuellen U17-Planung die Entwicklung eines "Südwest- Knotenpunkts" beinhaltet. Lothar Ebbers, Pressesprecher von PRO BAHN Ruhr: "Mit einer perspektivischen Verlängerung beider Stadtbahnlinien kann ein Umsteigepunkt geschaffen werden, der zwischen allen Stadtteilen im Essener Südwesten Verbindungen mit maximal einem Umstieg ermöglicht".

Das ist dann möglich, wenn beide Stadtbahnlinien und die in diesem Bereich verkehrenden Buslinien an einer gemeinsamen Haltestelle verknüpft werden. Von dieser Haltestelle im Bereich Büropark Bredeney bestehen dann Verbindungen nach Rüttenscheid und Messe, Holsterhausen mit Klinikum, Bredeney, Haarzopf, Stadtwald, Werden, Schuir und Kettwig. Dieses Konzept könnte in Abschnitten umgesetzt werden, die jeweils einen eigenen Verkehrswert haben. Eine Einbeziehung der U11 ermöglicht auch die Reduzierung von parallelen Busverkehren, insbesondere auf der feinstaubbelasteten Alfredstraße.


Lothar Ebbers

PRO BAHN Ruhr
- Pressesprecher -
Tel. 0208 - 6351916
Mobil 0176 - 78160592
Veröffentlicht am 18.08.2020 | 478 Klicks

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