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STOAG: PRO BAHN fordert besseres Angebot
Mit Sorge betrachtet der Fahrgastverband PRO BAHN den erneuten Rückgang der Fahrgastzahlen bei der STOAG. Zwar sei ein großer Teil davon auf zurückgehende Schülerzahlen zurückzuführen, dennoch gebe es auch im Jedermannverkehr Einbußen.

Als Gegenmaßnahme hält PRO BAHN Angebotsverbesserungen für notwendig. Nach mehreren schmerzhaften Sparrunden müsse gezielt dort nachgebessert werden, wo übermäßige Einschnitte Fahrgäste in größerem Umfang verprellt hätten. Für Verbesserungen müsse vor allem der mögliche Fahrgastzuwachs der Maßstab sein und nicht die Lautstärke, mit der vor Ort ein Zusatzangebot gefordert werde. Ein Beispiel sei die Verbindung Sterkrade – Osterfeld, die zukünftig wieder alle 10 Minuten über die Vestische Straße bedient werden sollte, zu Lasten der wenig genutzten Verbindung über Sterkrader Straße – Bottroper Straße.

Auch beim immer wichtiger werdenden Freizeitverkehr seien Optimierungen nötig. So sollte das Ende des Tagesverkehrs, das auf vielen Verbindungen gegen 22 Uhr liege, nach hinten verlegt werden. „Der NE ist erst nach 23 Uhr das richtige Angebot“, so Dirk Grenz, Vorsitzender des
PRO BAHN-Regionalverbands Ruhr. Auch der späte Beginn des Tagesnetzes an Samstagen und Sonn- und Feiertagen gehöre auf den Prüfstand.

Weiterhin müsse die Fahrplankoordination auf vielen Relationen überprüft werden. Vielfach gebe es mehrere Verbindungen über verschiedene Strecken, die zusammen betrachtet werden müssten. So führen vom Hauptbahnhof Richtung Lirich und Buschhausen abends und sonntags
innerhalb sechs Minuten vier Linien, anschließend gebe es 24 Minuten keine Abfahrten. So komme ein im Vergleich mit anderen Städten überdurchschnittliches Angebot nur unzureichend als Fahrmöglichkeit beim Kunden an. „Den Fahrgast interessiert nicht die Zahl der Fahrten pro
Stunde, sondern die größte Lücke zwischen den Fahrten“, so PRO BAHN-Pressesprecher Lothar Ebbers.

PRO BAHN erwarte neue Fahrgäste aus besseren stadtübergreifenden Verbindungen, wie im Nahverkehrsplan aufgeführt. Hier sei das Marktpotenzial des ÖPNV noch lange nicht ausgeschöpft. Leider seien die Nachbarstädte und -betriebe hier meist wenig aufgeschlossen.
Eine Verbesserung sei nicht über eine Fusion der Verkehrsbetriebe zu erwarten, solange die Aufgabenträgerschaft bei den einzelnen Städten liege.Hierfür sei eine Ebene erforderlich, die den Rahmenplan für wichtige stadtübergreifende Verbindungen setze und koordinierend eingreifen
könne. Hierfür käme sowohl der VRR als auch der RVR in Frage, das Land müsse diese entsprechend beauftragen.

PRO BAHN fordert die Stadt auf, möglichst bald ein attraktives Jobticket für alle Rathausbeschäftigten einzuführen, statt über Parkhausbau nachzudenken. Die Aufwendungen für das Jobticket würden zum wesentlichen Teil der STOAG zufließen und so den städtischen Zuschuss reduzieren. Beschäftigte mit nicht so guten ÖPNV-Verbindungen könnten Park&Ride-Verbindungen nutzen, sei es an Bahnhöfen in Wohnortnähe oder z. B. am Olga-Park, von wo stündlich 25 Verbindungen zum Hauptbahnhof (sechs davon direkt zum Rathaus) sowie 12 zum Technischen Rathaus bestehen. Durch weniger Verkehr auf den Einfallstraßen wie der Mülheimer Straße und geringeren Parkdruck in den Wohngebieten würden auch die Bürger der Stadt davon profitieren.

Rückfragen an:
Lothar Ebbers
PRO BAHN Ruhr
- Pressesprecher -
Veröffentlicht am 11.05.2018 | 68 Klicks

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