PRO BAHN NRW e.V.


Kurz- und mittelfristige Lösungen für Stadtbahn zur Essener Messe notwendig
Kurz- und mittelfristige Lösungen für Stadtbahn zur Essener Messe notwendig

Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert die Stadt Essen und die EVAG auf, im Hinblick auf den zuletzt chaotischen Messeverkehr kurz- und mittelfristige Lösungen zu suchen. Zwar seien langfristige infrastrukturelle Verbesserungen wie der Bau der Bahnhofstangente wichtig, darauf könne aber nicht gewartet werden. Auch müsse für die Fahrzeugsituation eine Lösung vor dem Ersatz der Stadtbahnwagen im Jahr 2025 gefunden werden.

PRO BAHN schlägt daher als ersten Schritt vor, kurzfristig neue Stadtbahnen zu beschaffen: „Stadt Essen und EVAG sollen prüfen, ob die aktuell laufende Bestellung von Stadtbahnen für Düsseldorf und Köln um 6 bis 8 Fahrzeuge für Essen ausgeweitet werden kann“, so Lothar Ebbers, Pressesprecher von PRO BAHN NRW. „Die Bestellung der Fahrzeuge wurde über die Kooperation ‚Spurwerk NRW‘ organisiert, in der neben den Kölner und Düsseldorfer Verkehrsbetrieben auch die EVAG organisiert ist.“ Die Stadt Essen müsse dafür entsprechende Finanzmittel bereitstellen. Die Beschaffung ähnlicher Serien zum Abfedern von Engpässen sei in Bochum bereits erfolgreich durchgeführt worden, so Lothar Ebbers weiter. Die Beschaffung einer kleinen Serie von Stadtbahnwagen könne zudem als Prototyp für den Ersatz der kompletten Flotte im Jahr 2025 dienen.

Zudem sollen Änderungen im Betrieb geprüft werden. PRO BAHN-Regionalvorsitzender Dirk Grenz „Zu wichtigen Messen sollten Verstärkerfahrten auch an Werktagen ab 9 Uhr angeboten werden, wenn die 107 nicht nach Bredeney fährt und somit Kapazitäten im Tunnel zur Verfügung stehen.“ Im Notfall könne auch der Betrieb der 107 auf der Südstrecke an einigen wenigen Tagen eingeschränkt werden, um Chaos durch überfüllte Bahnen zur Messe zu vermeiden. Nach Ansicht von PRO BAHN könne es zudem helfen, wenn die U11 nur zwischen Messe und Berliner Platz fahren würde, so dass Verspätungen aus dem restlichen Stadtgebiet nicht den Messeverkehr beeinflussen. Nach Altenessen, Karnap und Gelsenkirchen-Horst könnten die Linien U17 und U18 fahren.

Insgesamt hält PRO BAHN die Probleme für überwindbar: „Die Stadt Essen hat eigentlich die perfekte Infrastruktur zur Messe-Anbindung: Wenige Minuten Fahrzeit, vollständige Trennung vom Straßenverkehr, barrierefreie Bahnsteige – schade, dass Fahrzeugsituation und Betriebskonzept derzeit nicht genauso leistungsfähig sind. Im Sinne der Fahrgäste freuen wir uns über eine Prüfung der Vorschläge.“

Lothar Ebbers

Ansprechpartner

Lothar Ebbers
Neugahlener Str. 20
46149 Oberhausen

Tel. +49 (0) 208 6351916
Mobil: +49 (0) 176 78160592

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Veröffentlicht am 11.11.2016 | 1.529 Klicks

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