Bundesverband |  Landesverband NRW |  Impressum
Logo Fahrgastverband

Regionalverband Ruhr

Navigationsstrich PRO BAHN  Navigationspfeil Aktuelles  Navigationsstrich Ruhrschiene  Navigationsstrich NRW-Grundsatzprogramm  Navigationsstrich Rhein-Ruhr-Express  Navigationsstrich Downloads 
Navigationsstrich Aktuelles  | Archiv 
DB Regio AG verteidigt Sauerlandnetz
Ausschreibung von Regionalbahnlinien im Sauerlandnetz ist entschieden
Die zuständigen Gremien vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Verkehrsverbund Rhein Ruhr (VRR) und Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) haben beschlossen, dass im Sauerlandnetz die Verkehrsleistungen nach gewonnener Ausschreibung bei der DB verbleiben sollen, die das Netz bereits heute betreiben. Auch die Linie RB43 (Dortmund – Dorsten), die heute von der Nordwestbahn betrieben wird, wird somit künftig wieder von der DB Regio AG betrieben. Die Bieter seien bereits über die Entscheidung informiert worden, teilte der für die europaweite Ausschreibung federführende NWL heute mit.
Die drei Aufgabenträger hatten im Oktober 2012 die europaweite Ausschreibung mit Betriebsaufnahme im Dezember 2016 (bzw. bei der RB 43 bereits im Dezember 2015) und einer Vertragslaufzeit von 12 Jahren gemeinsam gestartet. Die Verkehrsleistung im Sauerlandnetz wurde dabei in zwei Lose aufgeteilt. Dabei umfassen die beiden Lose die folgenden Linien:

Los 1
  • RE 17 Hagen – Kassel-Wilhelmshöhe
  • RE 57 Dortmund – Winterberg / Brilon Stadt

Los 2
  • RB 43 Dortmund – Dorsten
  • RB 52 Dortmund – Lüdenscheid
  • RB 53 Dortmund - Iserlohn
  • RB 54 Unna – Neuenrade
Das Leistungsvolumen umfasst ca. 5,6 Mio. Zugkilometer jährlich.

Im Fahrplanangebot werden folgende Veränderungen eintreten:
  • Auf der Linie RB43 wird die abends von montags bis freitags eine zusätzliche Fahrt in beiden Richtungen angeboten.
  • Der Abendverkehr in den HSK wird aufgrund der Nachfrage neu sortiert. Zukünftig wird die RE 57 abends durchgängig und ohne Angebotslücke ab Dortmund direkt ins Sauerland verkehren. Nach 20 Uhr wird man dafür von Hagen kommend zukünftig per Umstieg in Schwerte (von der RE 7 in die RE 57) ins Sauerland gelangen können.
Obwohl für die RB-Linien auch Gebrauchtfahrzeuge zugelassen waren, werden nun im kompletten Netz Neubaufahrzeuge zum Einsatz kommen. DB Regio wird hier zum ersten Mal bundesweit (20 zwei- sowie 16 dreiteilige) Dieseltriebwagen vom Typ LINK (II bzw. III) des polnischen Hersteller PESA zum Einsatz bringen. Die beschleunigungsstarken, 140 km/h schnellen und 43,73 Meter bzw. 57,13 Meter langen Fahrzeuge werden bis zu 120 bzw. 160 bequeme Sitzplätze haben. Um insbesondere auf der RE 57 (Dortmund-Winterberg) der hohen Nachfrage nach Fahrradstellplätzen nachzukommen, weisen die neuen dreiteiligen Fahrzeuge 36 Fahrradstellplätze auf. Damit können in Doppeltraktion zukünftig in der Fahrradsaison 72 (heute max. 50) Fahrräder je Zug transportiert werden. Alle Fahrzeuge sind klimatisiert und werden an 76cm hohen Bahnsteigen per Spaltüberbrückung einen stufen- und nahezu spaltlosen (max. 2cm) Einstieg haben, für niedrigere Bahnsteige wird der Ein- und Ausstieg über ausfahrbare Stufen erleichtert. Alle Fahrzeuge werden Mehrzweckabteile, 2 Rollstuhlplätze sowie 1 behindertengerechte Toiletten haben und sind vollständig videoüberwacht. Erstmals im Sauerland werden nun auch die Fahrausweisautomaten und Entwerter mit an Bord sein. Im Innenraum wird es zukünftig an zahlreichen Plätzen Steckdosen geben und ein Fahrgastinformationssystem wird auf Bildschirmen über die nächsten Halte sowie die Anschlüsse (in Istzeit) informieren.

Die Zugbegleitquote wird 30 Prozent bis 19 Uhr und 90 Prozent ab 19 Uhr betragen.

Die Linie RB43 wird mit der Vergabe des Sauerlandnetzes nun mindestens bis 2028 weiter verkehren. “Trotz der bis heute niedrigen Fahrgastzahlen ist die Finanzierung durch das ÖPNV-Gesetz NRW gesichert. Nun liegt es an den örtlichen Partnern, die Anlagen und Zuwegungen für die Fahrgäste attraktiver zu machen und so mehr Fahrgäste auf die Schiene zu locken. Als Bewilligungsstelle für Infrastrukturmittel des Landes zum Ausbau der SPNV-Anlagen werden wir die Kommunen und DB Station & Service dabei selbstverständlich unterstützen.“ So beschreibt Martin Husmann, Vorstand des VRR, seine Hoffnung auf eine wirksame Kooperation mit den Verantwortlichen vor Ort.

Um unterlegenen Bewerbern Gelegenheit zu geben, die Entscheidung nachzuvollziehen, ist laut Vergabeordnung eine 10-tägige Frist abzuwarten, bevor der Zuschlag rechtskräftig erteilt werden kann.

Quelle: VRR
Veröffentlicht am 14.09.2013 | 4.956 Klicks

Mehr News

Navigationspfeil Impressum   Navigationspfeil Datenschutzerklärung | © Copyright 2010-2017 PRO BAHN Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.
Erstellt mit Apexx Portalsystem - © Stylemotion.de