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Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen: Planungen gehen weiter voran
Deutsche Bahn reicht Unterlagen für den elften und somit vorletzten Planfeststellungsabschnitt „Emmerich“ beim Eisenbahn - Bundesamt ein
Die Deutsche Bahn AG hat beim Eisenbahn-Bundesamt in Essen die Planfeststellungsunterlagen für den Planfeststellungsabschnitt „Emmerich“ der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen eingereicht. Der Abschnitt umfasst rund 7,3 Kilometer und reicht vom heutigen Bahnübergang „Schwarzer Weg“ bis westlich des Bahnübergangs „Felix-Lensing-Straße“. Hier sollen die Züge zukünftig ein weiteres Gleis nutzen können. Es handelt sich um das elfte von insgesamt zwölf Planfeststellungsverfahren an dieser Ausbaustrecke.

In diesem Planfeststellungsabschnitt (PFA 3.4) verläuft das neue dritte Gleis vom Anfang des Abschnitts bis zum Bahnhof Emmerich rechts, also nordwestlich der heutigen Gleise. Ab dem Bahnhof Emmerich wird das neue Gleis dann auf der anderen Seite der heutigen Gleise errichtet. Im Bahnhof Emmerich ist kein zusätzliches Gleis erforderlich.

Im Einzelnen sind im PFA 3.4 vier neue Bauwerke vorgesehen. Der heutige Bahnübergang „Löwentor“ wird durch zwei neue Bauwerke ersetzt. Neben einer Eisenbahnüberführung (EÜ), die die Gleise über eine neue Straße führt, ist eine neue Eisenbahnüberführung über einen Fußgänger-und Radweg geplant. Diese beiden neuen Bauwerke machen auch umfangreiche Änderungen des Straßennetzes notwendig, so muss zum Beispiel ein neuer Kreisverkehr errichtet werden. Für den Bahnübergang „`s-Heerenberger Straße“ ist ebenfalls eine Eisenbahnüberführung an gleicher Stelle geplant. Der Bahnübergang „Borgheeser Weg“ wird auch durch eine Eisenbahnüberführung ersetzt. Diese beiden Überführungen werden aufgrund ihrer Höhe nur für PKW nutzbar sein.

Die heute bereits bestehenden Bauwerke (EÜ „Löwenberger Landwehr“, EÜ „Weseler Straße“, EÜ „van-Gülpen Straße“, EÜ „Kämpchenstraße“, EÜ „Ingenkampstraße“ sowie die Fußgängerüberführung „Nierenberger Straße“ und die Straßenüberführung „Klever Straße“) werden für das dritte Gleis erweitert bzw. neu gebaut.

Die Bahnübergänge „Jahnstraße“ und „Felix-Lensing Straße“ werden geschlossen und mit neuen Wegen bzw. Straßen an die anliegenden Querungsmöglichkeiten angebunden.

Darüber hinaus sind durch die DB AG umfangreiche Schall- und Erschütterungsschutzmaßnahmen geplant.

Nach Prüfung des Antrags der Bahn hinsichtlich Inhalt und Umfang übergibt das Eisenbahn-Bundesamt die Unterlagen an die Bezirksregierung Düsseldorf, die in dem Verfahren zuständige Anhörungsbehörde, zur späteren Offenlegung in der betroffenen Kommune. Im Rahmen dieser Offenlegung können sich alle Betroffenen über die Planung informieren und ihre Anregungen und Einwände zu dem Ausbauvorhaben einbringen. Bevor die Antragsunterlagen zur Einsichtnahme in der Kommune offengelegt werden, informiert die Bahn im Rahmen einer Veranstaltung interessierte Bürger über den genauen Ablauf des Verfahrens und die Planungen in dem Abschnitt.

Die Ausbaustrecke Emmerich - Oberhausen ist Teil eines deutschen und europäischen Ausbaukonzeptes auf der Achse Rotterdam- Genua. Insbesondere aus den niederländischen und belgischen Nordseehäfen wird für die kommenden Jahre mit einem erheblichen Verkehrswachstum auf der Schiene gerechnet. Mit einem neuen dritten Gleis können eine stärkere Entmischung langsamer und schneller Verkehre zwischen Emmerich und Oberhausen ermöglicht und damit auch die Kapazitäten ausgeweitet werden; mehr Verkehr auf der Schiene wird so möglich. Durch eine flexiblere Nutzung der Strecke kann zudem auch die Qualität des Personennahverkehrs auf der Schiene verbessert werden.

Die regionale Wirtschaft geht davon aus, dass Investitionen in die Infrastruktur die Wirtschaftskraft der Region Niederrhein aufgrund ihrer Verteilerfunktion für die aus den Seehäfen kommenden Verkehre deutlich stärken werden.

Quelle: Deutsche Bahn
Veröffentlicht am 27.05.2013 | 4.397 Klicks

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