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RE 4 und RE 9 - Licht und Schatten in NRW
Mehr Komfort im "Wupper-Express" - aber Fahrgast-Beschwerden beim "Rhein-Sieg-Express"
Während uns als Fahrgastverband zahlreiche Fahrgast-Beschwerden zum Rhein-Sieg-Express (RE 9) Aachen - Siegen vorliegen, gibt es bei einer anderen RE-Linie in NRW, dem Wupper-Express (RE 4) Aachen - Dortmund, Positives zu berichten: Hier bringen der Aufgabenträger Zweckverband VRR und das Verkehrsunternehmen DB Regio NRW die Züge auf den neusten Stand in Puncto Komfort. 
Die Modernisierungsoffensive beim RE 4 umfasst sowohl neue Sitzpolster als auch eine Modernisierung der WCs und zeigt, dass bei einer guten Zusammenarbeit zwischen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen auch Gebrauchtfahrzeuge aus Fahrgastsicht attraktiv sein können.

Anders beim "Sorgenkind" des Fahrgastverbands, dem RE 9:
Hier sei die Zugfahrt - trotz Neufahrzeugen - "schlimm wie nie zuvor" (der AK berichtete am 06.10.2012) und uns als Fahrgastverband liegen zahlreiche Fahrgast-Beschwerden vor (zu den Themen Überfüllung, fehlender Fahrkomfort und fehlende Beinfreiheit). Hierbei ist zu beachten, dass die Anforderungen an neue Fahrzeuge duch den Aufgabenträger (im Fall des RE 9 z.B. der Nahverkehr Rheinland - NVR) vorgegeben werden. Dieser hat dadurch absolut freien Gestaltungspielraum und die Verantwortung für Komfortmerkmale liegt dadurch zu 100% beim Aufgabenträger. Ähnliche durch Aufgabenträger verursachte Missstände in Sachen Sitzplatzabstand und Kapazität gibt es auch bei der Mittelrheinbahn (RB 26) Köln - Bonn - Koblenz. 

Doch zurück zum Positivbeispiel RE 4,
in einer Pressemeldung der DB heißt es dazu:

Die DB Regio NRW und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) bringen gemeinsam die Doppelstockzüge der Linie RE 4 (Aachen – Düsseldorf – Dortmund) auf Vordermann. Nach und nach durchlaufen die Doppelstockwagen des „Wupper-Express“ derzeit ein aufwändiges Modernisierungsprogramm. Dabei wird der Innenbereich der Züge von Grund auf saniert. Bis Anfang 2013 präsentieren sich alle 38 Wagen der stark nachgefragten Regional-Express-Linie in einem neuwertigen Erscheinungsbild.

Im Rahmen dieser umfangreichen Maßnahme werden alle Sitz-, Rücken- und Kopfpolster der 1994 gebauten Fahrzeuge erneuert. Zur besseren Kennzeichnung der 1.-Klasse-Bereiche erhalten die dortigen Sitze zudem spezielle Kopflätzchen mit entsprechendem Aufdruck. Auch die Zugtoiletten werden erneuert. Sie bekommen eine vollständig neue Einrichtung sowie einen frischen Innenanstrich, der resistenter gegen Graffiti und Verschmutzungen ist.

„Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem Besteller VRR einen erheblichen Beitrag zu mehr Komfort im Sinne unserer Fahrgäste leisten zu können“, sagt Klaus Scheffer, Leiter des Verkehrsbetriebs Express-Netz von DB Regio NRW. „Mit dieser Maßnahme zeigen wir, dass ein modernes, zeitgemäßes Erscheinungsbild nicht nur Neufahrzeugen vorbehalten sein muss.“ Mehr als eine Million Euro investieren die Nahverkehrspartner dazu in die RE 4-Flotte. „Auch wir unterstützen und begrüßen diese Aktion, weil sie ein weiterer wichtiger Schritt für eine qualitativ hochwertige Mobilität in der Region bedeutet, die den Fahrgästen zugutekommt“, sagt Rolf Ommen, Leiter des Verkehrsmanagements beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr.

DB Regio NRW führt die Modernisierungsmaßnahmen in ihrem Werk am Standort Aachen durch. Je Doppelstockwagen fallen rund 55 Arbeitsstunden an, das entspricht einem Werkstattaufenthalt von einer Woche. An der gesamten Flotte des „Wupper-Express“ tauschen die Fachkräfte dabei mehr als 13.000 Teile aus. Soweit möglich, werden die ausgebauten Polsterteile aufgearbeitet und anschließend anderweitig verwendet. Die Erneuerung der Zugtoiletten übernimmt ein externer Dienstleister. Scheffer: „Von den Komfortmaßnahmen profitieren also nicht nur unsere Fahrgäste, wir leisten gleichzeitig einen Beitrag zur Stärkung des Mittelstands vor Ort.“

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Januar kommenden Jahres abgeschlossen sein, derzeit erstrahlt bereits mehr als die Hälfte der Fahrzeuge in neuem Glanz. Jeder Zug des RE 4 verfügt über fünf Doppelstockwagen und bietet Platz für rund 1.000 Reisende. Im Schnitt nutzen täglich etwa 21.000 Fahrgäste den „Wupper-Express“.
Veröffentlicht am 23.10.2012 | 9.828 Klicks

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