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Verärgerte Fahrgäste durch Busumleitungen und Baustellen
Paderborner Innenstadt einen Tag nahezu abgehängt
„Expedition in die Innenstadt“. So beschrieb ein Paderborner Stadtbus-Fahrgast  am 1. Oktober 2011 ziemlich treffend die Situation des öffentlichen Nahverkehrs in seiner Heimatstadt. Andere hatten mit einem schlichten „das darf ja wohl nicht wahr sein“ weit weniger wohlformulierte Worte für das, was dem Fahrgast an diesem Tag geboten wurde, zur Hand. Paderborner wie auswärtige Gäste standen gleichermaßen kopfschüttelnd an den Haltestellen Kamp, Rathausplatz oder an der Zentralstation und betrachteten das rote Hinweisschild, welches die Innenstadtsperrung vermeldete. 

Gut, die Paderborner Bürger sind es gewohnt, dass zu vielen Gelegenheiten der Busverkehr aus „der Stadt“ - gemeint ist die Innenstadtlinie über Rathausplatz und Kamp – genommen wird. Doch dieses Mal brachten Straßenbaustellen, die eine geordnete Umleitung der Busse nicht möglich machten, das Fass zum Überlaufen. Denn anlässlich des „Honky-Tonk-Festivals“ musste der Linienverkehr am Samstag, 1. Oktober wieder einmal „draußen“ bleiben. Doch die bekannte Busumleitung über die Haltestellen „Am Bogen“ und an der Heiersstraße konnten wegen der Bauarbeiten ebenfalls nicht angefahren werden. Somit blieb dem seit Wochen von Umleitungen, Verspätungen und verpassten Anschlüssen gebeutelten Paderborner Fahrgast nur die Haltestelle am Westerntor als einzige Innenstadthaltestelle. Die Paderborner Innenstadtgeschäfte samt Mitternachtsverkauf wie auch die Besucher des Musikfestivals schienen an diesem Samstag keinen unmittelbaren Nahverkehrsanschluss zu benötigen.

Informationen drangen nur notdürftig und über Mundpropaganda zum Fahrgast vor. Allem voran zeigte sich der Text an der Haltestelle vor dem Rathaus irreführend formuliert und zog zahlreiche fragende Gesichter – vor allem unten den auswärtigen Gästen – nach sich. Angeschlagen war die „Ersatzhaltestelle Westerntor oder Kasseler Straße“, wobei an der „Kasseler Straße“ eben auch kein einziger Bus fuhr. Offensichtlich war die Haltestelle am „Kasseler Tor“ gemeint, an der an diesem Tag zumindest noch die Regionalbusse hielten. Dass die Stadtbuslinien 2,3,7 und 8 dort ebenfalls nicht vorbeifuhren, verschwieg der Aushang.

PRO BAHN fragt sich in diesem Zusammenhang, warum nicht wenigstens die Zentralstation weiter angefahren werden konnte, um damit die überfüllte Haltestelle am Westerntor zu entlasten. Stattdessen standen zahlreiche der umgeleiteten Busse am Westerntor, am Detmolder Tor oder am Gierstor viele Minuten herum, um die Zeit zu überbrücken. 

Sollte der termingerechte Abschluss der Straßenbauarbeiten nicht gelingen, könnte zum bevorstehenden Weihnachtsmarkt ab Ende November die gleiche Situation wieder eintreten.
Veröffentlicht am 03.10.2011 | 5.893 Klicks

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