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ÖPNV im ländlichen Raum braucht 1,3 Milliarden Euro jährlich
Rund 54 Millionen Deutsche leben außerhalb der Metropolen und Großstädte in ländlichen Räumen. In einem aktuellen Positionspapier hat sich der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) mit der Situation und den Rahmenbedingungen des Nahverkehrs in diesen Regionen befasst. Durch den demografischen Wandel und die rückläufigen Schülerzahlen steht der ÖPNV in der Fläche vor großen, teilweise existenziellen Herausforderungen. „ÖPNV ist Daseinsvorsorge und sichert die Mobilität der Menschen, auch in ländlichen Regionen. Unsere aktuellen Berechnungen haben ergeben, dass zur Aufrechterhaltung des heutigen Nahverkehrsangebots in der Fläche rund 1,3 Milliarden Euro pro Jahr aus öffentlichen Mitteln benötigt werden. Das liegt vor allem daran, dass die Fahrgeldeinnahmen zurückgehen, die Fixkosten für Personal und Fahrzeuge aber bleiben bzw. steigen“, so VDV- Hauptgeschäftsführer Oliver Wolff.

ÖPNV ist wichtiger Arbeitgeber vor Ort – VDV arbeitet mit am Demografiebericht der Bundesregierung
Auch für den Arbeitsmarkt in ländlichen Regionen ist der Erhalt des dortigen ÖPNV ein wesentlicher Faktor. Die Verkehrsunternehmen, die heute in Deutschland den ländlichen Raum bedienen, stellen rund 100.000 Arbeitsplätze. Dazu kommen erhebliche indirekte Beschäftigungseffekte. „Wenn man gerade junge Menschen in diesen Regionen halten möchte, dann muss man ihnen eine berufliche Perspektive bieten. Die Jobs im ÖPNV sind regional gebunden und krisensicher, unsere Unternehmen sind oft bedeutende Arbeitgeber vor Ort. Das ist ein unschätzbarer Standortfaktor, den man nicht aufs Spiel setzen darf“, sagt Wolff.

Neben der Frage, welche Perspektiven junge Menschen im ländlichen Raum benötigen, um nicht in die Großstädte und Ballungsräume abzuwandern, ist es ebenso Aufgabe der Politik, sich um adäquate Angebote für die dort lebende ältere Bevölkerung zu kümmern. Die Bundesregierung hat sich deshalb in ihrem aktuellen Demografiebericht, an dem der VDV mitgearbeitet hat, auch zur Frage der Mobilität älterer Menschen im ländlichen Raum geäußert: „ Als Alternative zum Auto kommt dem ÖPNV eine Schlüsselrolle zu. In vielen ländlichen Regionen muss der ÖPNV aufgrund zurückgehender Schülerzahlen zunehmend um öffentliche und private Bedarfsverkehre flexibel ergänzt werden, um die Mobilität für ältere Menschen zu sichern.“ Dazu Oliver Wolff: „Die Bundesregierung hat die Situation völlig richtig beschrieben: Ein funktionierender ÖPNV ist auch in ländlichen Regionen zentraler Bestandteil von Mobilität. Dieser Funktion muss die Politik durch entsprechende finanzielle und organisatorische Unterstützung Rechnung tragen.“

Quelle: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV)
Veröffentlicht am 17.06.2013 | 7.586 Klicks

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