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Neues Schwebebahn - Design vorgestellt
Der Antrieb erfolgt über vier zweirädrige Drehgestelle ebenfalls in gleicher Anordnung wie beim Vorgänger, die allerdings mit V – förmigen Verkleidungen in Wagenfarbe versehen werden. Ein durchaus gelungener „Hingucker“ der hoffentlich bei der Serienbestellung nicht dem Sparzwang geopfert wird. Die Fenster – und Türenanordnung entspricht ebenfalls der Vorläufer – Serie, wie überhaupt viele der Ähnlichkeiten durch die zuvor getroffenen technischen Grundentscheidungen vorgegeben waren.
Durch den Verzicht auf einen fahrerlosen Betrieb war vorn wieder ein Fahrerplatz erforderlich, ein Front - Panoramafenster damit verbaut. Andererseits können damit auch die vom Fahrer zentral bedienten einfachen Schiebetüren beibehalten werden. Die Unterseite des Wagenkastens ist nach wie vor abgerundet, die Wagen können frei auspendeln. Eine Fixierung der Wagen in den Haltestellen analog zu den H – Bahnen in Dortmund und Düsseldorf hätte sowohl zu erhöhten Kosten als auch zu einer deutlichen Verlängerung der Haltestellenaufenthaltszeiten geführt und wurde daher zu recht verworfen. Für Rollstuhlfahrer genügt eine Klapprampe an der vordersten Tür. Dort ist auch künftig der Rollstuhl – Stellplatz untergebracht. Die äußeren Abmessungen sind durch die Breite des Fahrweges sowie die Länge und Höhe der Haltestellen vorgegeben, lediglich bei der Fahrzeugbreite könnten noch ein paar Zentimeter herausgeholt werden.

Die Fahrzeugenden sind wie bisher verjüngt und münden in zwei plan anliegenden bis zum Wagenboden durchgehenden Panoramascheiben, die leicht geneigt angeordnet werden. Im Heck befinden sich auf beiden Seiten zwei Längssitze, die den Blick nach draußen freigeben – künftig der bevorzugte Aufenthaltsort für Fahrgäste. Ansonsten werden Zweiersitze wie bisher auf der linken Seite in Fahrtrichtung angeordnet. Die beiden Gelenke sind asymmetrisch, so dass der Durchgang nicht mehr in der Mitte, sondern auf der rechten Fahrzeugseite erfolgt. Dort entsteht somit eine über die gesamte Fahrzeuglänge ununterbrochene Geh - und Stehfläche mit verbesserter Durchsicht durch das gesamte Fahrzeug.

Die übrigen Ausstattungsdetails entsprechen dem heute üblichen Standard in Stadtbahnen: Gepolsterte Sitze auf Holzschalen, Mehrzweckbereiche mit Klappsitzen Video – Überwachung, Anzeigemonitore, evtl. Klimaanlage. Alternativ hierzu könnten auch wieder Klappfenster zum Einsatz kommen. Wünschenswert wäre darüber hinaus aber ein vermehrtes Informationsangebot für Touristen, die keine Kaiserwagen – Fahrt gebucht haben sondern nur in den Planzügen mitfahren.

Insgesamt wirkt das Design zeitgemäß etwas glattflächiger als das des GT 72. Inwieweit allerdings die aktuelle WSW – Modefarbe himmelblau zum Einsatz kommt, ist noch nicht entschieden.

Es sollen 32 neue Züge beschafft werden, im Vergleich zu 28 des Vorgängers. Bei leicht erhöhter Fahrgeschwindigkeit und Beschleunigung, sowie einem 2 – Min.- Takt werden im Spitzenbedarf etwa. 25 Züge benötigt.

Fazit: Bei einer so engen Anlehnung des Designs an die Vorgänger – Generation hätte es aus Kostengründen durchaus nahegelegen, alternativ zu einer Neubeschaffung die Altfahrzeuge zu „redesignen“, so wie es die KVB / SWB derzeit mit ihren B 80 – Wagen praktizieren. Allerdings ist die Grundkonstruktion mittlerweile deutlich über 40 Jahre alt, so dass die Menge der ggfs. zu modernisierenden Details keine größere Kostenersparnis gegenüber einer Neubeschaffung mehr erwarten lässt. Die Zeit der technischen Pionierleistungen der Schwebebahn ist leider vorbei, stattdessen verkörpert das neue Design eher ein Stück Kontinuität und Stadtbahn – Normalität, aus Fahrgastsicht sicher nicht die schlechteste Perspektive.
Veröffentlicht am 02.09.2010 | 3.400 Klicks

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