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Betuwe-Planung in Oberhausen vorgestellt
Auf der Julisitzung des Planungsausschusses der Stadt Oberhausen haben Vertreter von DB Netz und DB Projektbau den aktuellen Stand der Ausbauplanung für die Bahnstrecke Oberhausen–Emmerich auf dem Gebiet der Stadt Oberhausen vorgestellt. Während der Netzausbau nicht minimalistisch sondern angemessen erfolgen soll, sind die Pläne für die betroffenen Stationen Oberhausen-Sterkrade und Oberhausen-Holten aus Fahrgastsicht teilweise inakzeptabel.
Wie bisher verlaufen nach der Ausfahrt aus dem Hauptbahnhof drei Gleise bis zum Betriebspunkt Obn in Höhe des Kaisergartens. Hier kommt zukünftig ein zusätzliches Gleis auf der Ostseite hinzu, das den Verkehr Richtung Oberhausen-Osterfeld Süd aufnehmen soll und zwei neue Brücken über den Rhein-Herne-Kanal und die Emscher erhält. Das bisher nach Osterfeld führende Gleis wird als drittes Gleis Richtung Sterkrade weitergeführt. Neu ist jetzt, dass auch auf der Westseite ein zusätzliches Gleis Richtung Sterkrade kommen soll, das zwischen Kanal und Emscher aus der Walsumbahn ausfädelt. Durch diese Maßnahme ist es möglich, dass bereits in Sterkrade Güterzüge Richtung Rheinschiene die Personenzugstrecke verlassen und unabhängig Richtung Oberhausen West fahren können.

Die kurz vor dem Bahnhof Sterkrade einmündende Emschertalbahn aus Richtung Osterfeld–Herne, die hier bislang eingleisig ist, soll zweigleisig ausgebaut und kreuzungsfrei in die Hollandstrecke eingefädelt werden. Entgegen früheren Plänen einer Überwerfung ist hierfür jetzt die Unterführung eines Gleises vorgesehen, was wegen geringerer Gradienten auch betriebliche Vorteile hat, wegen geringerer Lärmbelastung und optischer Einwirkung aber auch von den Anwohnern begrüßt wird. Diese Maßnahme soll im Rahmen des Ausbaus des dritten Gleises erfolgen, bislang lief die Planung hierfür als Teil des Ausbaus des Knoten Oberhausen schlecht koordiniert parallel.

Sterkrade: Neuer Angstraum und unnötige Aufzüge

Der Bahnhof Sterkrade hat zukünftig fünf Gleise und zwei neue Mittelbahnsteige mit 76 cm Höhe und 240 Meter Nutzlänge, wobei keine heutige Bahnsteigkante erhalten bleibt, also auch der bisherige Hausbahnsteig entfällt. Die Erschließung übernimmt eine neue Unterführung, die wenige Meter nördlich der bisherigen entstehen und auf beiden Seiten nur durch rechtwinklig angeordnete Treppen und Rampen mit 180-Grad-Wenden erreichbar sein soll. Somit würde gegenüber der heutigen Unterführung, die bereits als Angstraum gilt und täglich von Tausenden Fußgängern genutzt wird, eine noch heiklere Situation entstehen, da keinerlei Einblick von außen in den Fußgängertunnel mehr möglich wäre. Während auf der Ostseite die Platzverhältnisse wegen der Straßenbahntrasse beengt sind, gibt es auf der Westseite genug Platz, um hier direkt in den Tunnel laufende Rampen und direkt in Tunnelrichtung angeordnete Treppen vorzusehen, wozu ggf. eine andere Lage der Unterführung sinnvoll ist.

Von der Unterführung auf die Bahnsteige sollen auf der Nordseite Treppen führen, auf der Südseite sind Aufzüge geplant. Dies ist nach allen Erfahrungen an vergleichbaren Bahnhöfen eine unsinnige Lösung, da an solchen unbesetzten Stationen Vandalismus vorprogrammiert ist und die Aufzüge häufig nicht nutzbar sein dürften. Da die Bahnsteige neu gebaut werden und der Zugang mittig liegt, bestehen alle Voraussetzungen für Rampen mit Ruhepodesten.

Auch Oberhausen-Holten mit Mängeln

Nördlich des Bahnhofs Sterkrade verjüngt sich die Strecke auf drei Gleise. Hier ist zu fordern, dass bei den neu anzulegenden Unter- und Überführungen der Platz für ein eventuelles viertes Gleis bereits vorgesehen werden sollte. Insbesondere aufgrund der Diskussion um die Gütervorrangkorridore in der EU, zu denen auch die Hollandstrecke gehören wird, ist die Option für eine Erweiterung unbedingt sinnvoll. Am Haltepunkt Oberhausen-Holten liegt das dritte Gleis auf der Ostseite, wo ein neuer Außenbahnsteig (76 cm hoch, 180 m lang) angelegt werden muss. Dieser ist wie der heutige nur nördlich der Schmachtendorfer Straße vorgesehen, was unnötig
lange Wege zur Bushaltestelle Richtung Schmachtendorf erfordert. Der Bahnsteig an der Gegenrichtung liegt bereits mittig zur Straße und ermöglicht Abgänge auf beide Seiten. Er soll auch auf 76 cm angehoben werden.

Quelle: Ruhrschiene
Veröffentlicht am 09.08.2010 | 5.229 Klicks

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