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Niederrhein-Info 01/2012
Januar-März 2012
10. BahnCard & VRR
Von David van der Grinten
Die BahnCard wurde und wird im VRR-Tarif nicht anerkannt. Dabei muss erwähnt werden, dass die BahnCard auch nicht im „alten“ VGN-Tarif anerkannt wurde, sondern nur bei Fahrten über die ehemalige Verbundgrenze (VRR & VGN) hinaus. Da diese Verbundgrenze „de facto“ nicht mehr existiert, bringt an dieser Stelle der Besitz einer BahnCard 25 oder 50 keinen Vorteil mehr. Offiziell! Inoffiziell gibt es natürlich auch weiterhin Möglichkeiten den Verkehrsverbundtarif zu unterlaufen. Das funktioniert damit, dass entweder der Start- oder Ziel-Bahnhof nicht im VRR liegt. Vom Norden ausgesehen, funktioniert das nur von Bocholt aus. Fahrten von Bocholt finden im VRR-Tarif nur Anwendung im VRR-Geltungsbereich D Nord, also bei Fahrten bis Oberhausen oder Duisburg, aber nicht bis nach Essen oder Düsseldorf. Dabei hat zum Beispiel ein BahnCard-Inhaber aus Wesel die Möglichkeit, eine Fahrkarte von Bocholt nach Düsseldorf am Automaten zu erwerben. Mit der BahnCard 50 kostet die Fahrt nur 7,85 EUR (mit BahnCard 25 noch 11,80 EUR). Im VRR-Tarif schlägt die einfache Fahrt mit 15,10 EUR (Preisstufe E) zur Buche. Ein ähnliches Beispiel in die andere Richtung. Ein BahnCard-Inhaber fährt unregelmäßig von Geldern nach Düsseldorf und zurück. Von Geldern nach Leverkusen Mitte (erster Bahnhof im VRS-Gebiet) über Düsseldorf kostet die Fahrt mit BahnCard 50 nur 9,70 EUR (BC25 14,55 EUR) statt ebenfalls 15,10 EUR für die einfache Fahrt. Falls jedoch der BahnCard25-Inhaber die Hin- und Rückfahrt am selben Tag fahren möchte, fährt er mit dem VRR-Tagesticket in der Preisstufe E mit 26,30 EUR wiederum günstiger. Die VRR-Tages- und Gruppentickets haben keine 9-Uhr-Begrenzung, wie die Tagestickets des NRW-Tarifs! Im zweiten Fall muss aber erwähnt werden, dass die Weiterfahrt in Düsseldorf mit dem kommunalen ÖPNV nicht möglich ist. Das ist die Schattenseite der „Trickserei“. Eine weitere Möglichkeit, z.B. bei Fahrten ins Ruhrgebiet, ist die Buchung eines „Fernverkehrstarifs“. Dieser ist auf den Nahverkehr (keine Sparpreise!) abwärtskompatibel. Die Nutzung eines IC oder ICE ist nicht zwingend notwendig, aber möglich. Aber auch hier muss dann ein zusätzliches Ticket erworben werden, wenn es am Zielort mit U-Bahn oder Bus weitergehen soll. Das City-Ticket der „BahnCard“ gilt nämlich erst ab einer Strecke von über 100 Kilometern.

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Veröffentlicht am 08.03.2012 | 5.027 Klicks

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